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Fernschach-Chronik von Oberfranken

zusammengestellt von Hermann Schmid, Pegnitz

1947

Neugründung des Oberfränkischen Schachverbandes in Bamberg.

ca. 1955

1. Fernschachleiter: Hans Hofmann, SK 1882 Bayreuth.

ca. 1955-62

1. Oberfränkische FS-Meisterschaft: Hier ist mit Heinrich Bergner, Ludwigsstadt heute nur noch der Turniersieger bekannt. Die weiteren Platzierten, sowie Teilnehmerzahl der Vor- und Endrunde waren nicht mehr zu ermitteln.

2. Oberfränkische FS-Meisterschaft: Auch hier wissen wir heute nur noch den Turniersieger. Heinrich Bergner, Ludwigsstadt, hat seinen Titel erfolgreich verteidigt, und zwar mit 7 Punkten aus 10 Partien. In der Endrunde spielten also 11 Teilnehmer (oder 6 doppelrundig?). Die weiteren Platzierten sowie die Teilnehmerzahl der Vorrunden war ebenfalls nicht mehr feststellbar.

ca. 1962

Neuer Fernschachleiter wird Manfred Kunas, SK Pegnitz.

1962/65

3. Oberfränkische FS-Meisterschaft: Hier sind erstmals Unterlagen überliefert. 19 Teilnehmer spielten in 2 Vorrunden-Gruppen; 8 davon bestritten die Endrunde. Es siegte Wilhelm Schurig, Wunsiedel mit 6,5 vor E. R. Kadesreuther, Helmbrechts 5,5 und K. Schleupner, Höchstädt 4,5 Punkte. Titelverteidiger Bergner erreichte mit 4 Punkten nur den 4. Platz.

1965/67

Der erste FS-Wettkampf wird an 20 Brettern doppelrundig gegen Mittelfranken-West ausgetragen und von Oberfranken mit 26,5:13,5 Punkten gewonnen. Ergebnisse an den Spitzenbrettern: 1) H. Schmid, Pegnitz - Petrasch 2:0; 2) W. Schurig, Wunsiedel - Beißer 1,5:0,5; 3) E. R. Kadesreuther, Helmbrechts - Pfeiffer 2:0.

1965/67

Ein weiterer FS-Wettkampf wird ebenfalls an 20 Brettern doppelrundig gegen den Landesverband Rheinland-Pfalz ausgetragen. Hier unterliegt Oberfranken knapp mit 19,5:20,5 Punkten. Die Spitzenbretter: 1) H. Schmid, Pegnitz - R. Schwind 1,5:0,5; 2) W. Schurig, Wunsiedel - V. Kuntz 2:0; 3) E. R. Kadesreuther, Helmbrechts - H. Arnold 1,5:0,5.

1966/69

Die 4. Oberfränkische FS-Meisterschaft wird mit 17 Teilnehmern in 3 Vorrunden-Gruppen ausgetragen. 8 Spieler bestreiten die Endrunde: 1. Herm. Schmid, Pegnitz 5,5 vor E. R. Kadesreuther, Helmbrechts 4,5 und K. Schleupner, Höchstädt 4 Punkte.

1971

Auf dem Kongress in Wiesau wird Hermann Schmid, Pegnitz zum neuen Fernschachleiter gewählt.

1971/73

Die 5. Oberfränkische FS-Meisterschaft wird mit 40 Teilnehmern in 6 Vorrunden-Gruppen ausgetragen, 8 davon spielen in der Endrunde. Sieger wird Heinr. Bergner, Ludwigsstadt mit 5,5 vor W. Schurig, Wunsiedel 5 und K. Unglaub, Schwarzenbach/S. 4,5 Punkte.

1972/74

Ein doppelrundiger FS-Wettkampf an 30 Brettern gegen den belgischen FS-Verband Eschiquier Belge wird klar mit 42,5:17,5 Punkten gewonnen. Spitzenbretter: 1) J. Teufel, Hirschaid - J. Mollekens 1:1; 2) W. Schurig, Wunsiedel - A. Denys 2:0; 3) K. Schleupner, Höchstädt - R. Schuermans 2:0.

1973

Einführung einer neuen FS-Spielordnung. Gravierendste Änderung: Vor- und Endrunde der Meisterschaften werden künftig parallel miteinander ausgetragen.

1975/77

Ein doppelrundiger FS-Wettkampf an 25 Brettern wird ebenso klar mit 36:14 Punkten gegen den englischen FS-Verband National Correspondence Chess Club gewonnen. Spitzenbretter: 1) K. Schleupner, Höchstädt - P. Haigh 2:0; 2) H. Bergner, Ludwigsstadt - S. Kershaw 0:2; 3) P. Ros, Coburg - G. Ball 1,5:0,5.

1975/76

Die 6. Oberfränkische FS-Meisterschaft gewinnt Wolfgang Kelz, Tröstau mit 4,5 Punkten vor Gitta Richter, Hof und P. Ros, Coburg je 4 Punkte.

1975/77

In einem Jugend-Repräsentativ-Wettkampf, der in Zusammenarbeit mit dem Jugendleiter A. Schardt doppelrundig an 10 Brettern ausgetragen wurde, unterliegt die oberfränkische Jugend-Mannschaft mit 9:11 Punkten einer Jugend-Mannschaft der Steiermark/Österreich. Spitzenbretter: 1) G. Treppner, Bamberg - E. Gigerl 0:2; 2) S. Eidt, Hof - C. Fabisch 0,5:1,5; 3) M. Wallinger, Coburg - A. Leitner 2:0.

1976/77

Die 7. Oberfränkische FS-Meisterschaft gewinnt Helmut Weinmann, Bamberg mit 5,5 vor H. Bergner, Ludwigsstadt 4,5 und R. Bucka, Bischberg 4 Punkte.

1978/80

Die 8. Oberfränkische FS-Meisterschaft gewinnt Heinr. Bergner, Ludwigsstadt mit 5,5 vor Dr. W. Kelz, Tröstau und R. Bucka, Bischberg je 4 Punkte.

1978/80

Der 2. FS-Wettkampf gegen den Landesverband Rheinland-Pfalz wird doppelrundig an 25 Brettern ebenso knapp, diesmal aber für Oberfranken mit 26:24 Punkten gewonnen. Spitzenbretter: 1) R. Bucka, Bischberg - F. Büchler 0:2; 2) G. Reichenbacher, Coburg - M. Kienast 0:2; 3) D. Seyb, Hof - H. Wild 2:0.

1979/82

Ein doppelrundiger FS-Wettkampf an 20 Brettern gegen einen der 6 amerikanischen Fernschachverbände namens Zugzwang! Postal Chess Association wird von Oberfranken enorm klar mit 34:6 Punkten gewonnen. Spitzenbretter: 1) H. Bergner, Ludwigsstadt - I. Greiner 1:1; 2) P. Ros, Coburg - C. Vanderbeek 2:0; 3) K. Schleupner, Höchstädt - J. Johnson 2:0. 

1979/83

Ein FS-Wettkampf an 17 Brettern - ebenfalls doppelrundig - gegen eine Auswahlmannschaft der Provinz Quebec/Kanada wird fast ebenso klar mit 23:11 Punkten von der oberfränkischen FS-Mannschaft gewonnen. Spitzenbretter: 1) H. Bergner, Ludwigsstadt - Beauchamp 1:1; 2) K. Schleupner, Höchstädt - Migicovsky 2:0; 3) W. Burgemeister, Coburg - E. R. Seidel 0:2. 

1979/81

Die 9. Oberfränkische FS-Meisterschaft gewinnt wiederum Heinr. Bergner, Ludwigsstadt mit 5, vor H. Stumpf, Nordhalben 4,5 und R. Bucka, Bischberg 4 Punkte.

1980/81

Einen Repräsentativ-Wettkampf an 10 Brettern - ebenfalls doppelrundig - gegen den englischen National Correspondence Chess Club gewann die oberfränkische Mannschaft überraschend hoch mit 15,5:4,5 Punkten. Bemerkenswert, da in diesem Wettkampf beiderseits die stärkstmögliche Mannschaft aufgestellt wurde und England am Spitzenbrett sogar mit einem Internationalen FS-Großmeister antrat. Ergebnisse an den Spitzenbrettern: 1) G. Treppner, Bamberg - K. Richerdson 1:1; 2) H. Bergner, Ludwigsstadt - Prof. Furmston 1,5:0,5; 3) R. Bucka, Bischberg - N. Cron 0,5:1,5.

1980/82

Sieger der 10. Oberfränkischen FS-Meisterschaft wird Peter Ros, Coburg mit 4,5 Punkten vor R. Bucka, Bischberg und H. G. Klein, Bayreuth je 4 Punkte.

1982

Heinrich Bergner wird ausschließlich wegen seiner Verdienste um das Fernschach mit der Silbernen Ehrennadel des Bezirksverbandes ausgezeichnet.

1982/83

Die 11. Oberfränkische FS-Meisterschaft gewinnt Hilmar Stumpf, Nordhalben mit 5,5 Punkten nach verfeinerter Wertung vor dem punkt- und wertungsgleichen Ferd. Schmidt, Bayreuth und J. Bodenschatz, Kulmain mit 3,5 Punkten.

1982/84

In einem doppelrundigen Auswahlkampf am 30 Brettern unterliegt Oberfranken äußerst knapp mit 29,5:30,5 Brettpunkten einer Auswahl des Bez. Verbandes Oberpfalz. Spitzenbretter: 1) K. Schleupner, Höchstädt - W. Spreitzer 1,5:0,5; 2) P. Ros, Coburg - R. Schreiner 1,5:0,5; 3) J. Görg, Nordhalben - K. Frieser 0:2.

1983/84

Die 12. Oberfränkische FS-Meisterschaft gewinnt Gerald Löw, Bayreuth mit 5 Punkten vor dem punktgleichen Trio P. Ros, Coburg; H. G. Klein, Bayreuth und H. Scherbel, Nordhalben je 3,5.

1984/85

In der 13. Oberfränkischen FS-Meisterschaft verteidigt G. Löw, Bayreuth seinen Titel erfolgreich mit 5,5 Punkten vor M. Lochner und P. Meister, beide SK Hof.

1984/86

Der 3. Fernschach-Vergleichskampf gegen den Landesverband Rheinland-Pfalz, der diesmal an 40 Brettern doppelrundig ausgetragen wurde, wird von der Oberfranken-Auswahl klar mit 44:36 Punkten gewonnen. Spitzenbretter: H. Bergner, Ludwigsstadt - B. Haag 1,5:0,5; 2) G. Löw, Bayreuth - G. Haag 1:1; 3) H. Stumpf, Nordhalben - H. Hürter 0:2.

1985/86

Die 14. Oberfränkische FS-Meisterschaft gewinnt Peter Meister, Hof mit 5 Punkten vor H. Stumpf, Nordhalben 3,5 und R. Bucka, Bischberg 3 Punkte.

1986/87

Erstmals mit 100%, also 6 Punkten aus 6 Partien gewinnt Jens Uschold, Bayreuth die 15. Oberfränkische FS-Meisterschaft vor R. Worschech, Kulmbach 4,5 und M. Rabitzsch, Marktleugast 2,5 Punkte.

1987/89

In einem doppelrundigen Fernschach-Wettkampf an 24 Brettern unterliegt die Oberfranken-Auswahl knapp mit 23:25 Punkten dem niederländischen Regional-Verband Oostelijke Schaakbond. Spitzenbretter: 1) H. Stumpf, Nordhalben - P. Roos 0:2; 2) R. Bucka, Bischberg - J. Voormans 0:2; 3) K. Schleupner, Höchstädt - A. J. Goedkoop 1,5:0,5.

1988/89

Die 16. Oberfränkische FS-Meisterschaft gewinnt Ferdinand Schmidt, Bayreuth mit 5,5 Punkten vor Fr. Hopf, Scheßlitz und J. Görg, Coburg je 4,5.

1987/90

Mit einem 12,5:7,5-Erfolg für Oberfranken endet ein doppelrundiger Fernschach-Wettkampf an 10 Brettern gegen die finnischen Aland-Inseln. Spitzenbretter: 1) H. Bergner, Ludwigsstadt - C. Johannson 2:0; 2) K. Schleupner, Höchstädt - K. Gustavsson 0,5:1,5; 3) R. Worschech, Kulmbach - C. Karlsson 1:1.

1987/91

Exakt 4 1/2 Jahre währte ein FS-Wettkampf gegen den Schachverband der im Atlantik gelegenen Färöer-Inseln (Talvsamband Föroya). Gespielt wurde doppelrundig an 25 Brettern. Die oberfränkische Auswahl gewann klar mit 34,5:15,5 Punkten. Spitzenbretter: 1) H. Bergner, Ludwigsstadt - J. C. Hansen, Toftir 1:1; 2) H. Stumpf, Nordhalben - B. Ziska, Strendur 1:1; 3) H. G. Klein, Bayreuth - F. Zachariasen, Hvalvik 2:0.

1990/91

Die 17. Oberfränkische FS-Meisterschaft gewinnt mit Karl Unglaub, Schwarzenbach/S. ein Schachfreund, der seit den Anfängen oberfränkischer Fernschachaktivitäten dabei ist. Schfrd. Unglaub erreichte 4 1/2 Punkte vor R. Bucka, Bischberg 3 1/2, H. Gäbler, Kirchenlamitz und A. John, Marktleugast je 3 Punkte.

1991/92

Die 18. Oberfränkische FS-Meisterschaft gewinnt zum 6. Mal (!) Heinrich Bergner, Ludwigsstadt, erstmals aber mit 100% = 6 Punkte! 2./3. H. Wunder, Nordhalben und F. Hopf, Scheßlitz je 4 Punkte.

1990/92

Ein Mannschafts-Vergleichskampf an 25 Brettern doppelrundig gegen Ost-Thüringen (ehem. DDR-Bezirk Gera) wird mit 29,5:20,5 Brettpunkten von der oberfränkischen Auswahl-Mannschaft gewonnen. Spitzenbretter: 1) H. Bergner, Ludwigsstadt - E. Kellermann, Gera 1:1; 2) K. Schleupner, Höchstädt - B. Kretzschmar, Frankenau 2:0; 3) H. Stumpf, Nordhalben - E. Lautenschläger, Zeulenroda 0:2.

1993

Der Kongress stimmt einem Antrag des FS-Leiters zu, die fernschachlichen Aktivitäten auslaufen zu lassen und künftig auf Bezirksebene keine Fernturniere mehr anzubieten. Satzung und Spielordnung sollen entsprechend geändert werden.


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