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Chess GirlsCamp 2003 in Würzburg
3 Teams aus Speichersdorf beim deutschlandweiten Chess GirlsCamp 2003Teilnehmerbericht zum Girls ChessCamp von Svenja Hartlehnert
Würzburg. Ein Wochenende lang Schach spielen was das Zeug hält und nebenbei noch eine Menge Spaß haben - das erlebten sechs Mädchen aus Speichersdorf und Umgebung in der Jugendherberge Würzburg vom 27. bis zum 29. Juni 2003. Veranstalter war die Deutsche Schachjugend, betreut wurden die Teilnehmerinnen aus ganz Deutschland von Betreuern der Bayerischen Schachjugend.
Nach der Anreise und Zimmerverteilung in der Jugendherberge Würzburg gab es um 18 Uhr erst einmal Abendessen für die sieben bis vierzehn Jahre alten Teilnehmerinnen am Schachwochenende. Danach folgten Kennlernspiele, bei denen sich auch die sechs Betreuer beteiligten. Die Mädchen hatten gleich am ersten Abend viel Spaß und schlossen schnell Freundschaften untereinander. Kurz vor dem Schlafengehen gab einer der Betreuer noch eine Gute-Nacht-Geschichte für die Jüngeren zum Besten; um 22 Uhr war dann Bettruhe angesagt.
Samstagmorgen gab es bereits um sieben Uhr ein leckeres Frühstück für alle, um sich für das darauf folgende Schachtraining zu stärken. Dieses dauerte nämlich bis zehn Uhr. Dabei wurde je nach Können in drei Gruppen eingeteilt, denn anmelden sollte man sich immer zu zweit - eine Schachkönnerin und eine, die Schach spielen als langweilig oder Zeitverschwendung abtat. Ziel der Betreuer, welches sie auch erreichten, war es nämlich, Letzteren zu beweisen, dass Schach spielen Spaß macht und durchaus spannend ist. Zur Entspannung standen als nächstes Spiele auf der Tagesordnung, bevor dann noch einmal bis zum Mittagessen trainiert wurde. Darauf folgte ein Simultanwettkampf von allen gegen die Fide- Meisterin Marion Albert. Als Einstieg in den Nachmittag diente ein kurzer Spaziergang zu einer Wiese am Main, um dort Völkerball zu spielen. Von 17 bis 18 Uhr wurden die ersten beiden Runden des Schachturniers, das aus acht Runden bestand, gespielt, wobei der Computer die Gegner "ausloste". An Brett eins spielten die Könner gegeneinander, an Brett zwei die "Schlechteren". Für eine Runde hatte jede Spielerin 15 Minuten Bedenkzeit. Die Runden drei und vier wurden zwischen 19 und 20 Uhr gespielt. Der restliche Abend verging dann für alle mit lustigen Spielen und einer Nachtwanderung wie im Flug; die Nachtruhe konnte nicht ganz eingehalten werden.
Sonntagfrüh fanden die letzten vier Spielrunden statt, nach dem Mittagessen folgte die Siegerehrung. Dazu waren dann auch die Eltern der Mädchen erschienen. Zwei Teams aus Speichersdorf mit Maike und Svenja Hartlehnert sowie Magdalena Hauer und Anna Walberter belegten punktgleich die zwei sechsten Plätze. Das dritte Team mit Lisa Walter und Katharina Wunderlich wurde Elfte. Die drei ersten Plätze wurden mit Pokalen geehrt, alle Teilnehmerinnen bekamen kleine Sachpreise und Urkunden.
Leider steht es noch nicht fest, ob das Chess GirlsCamp 2004 wieder in Würzburg oder in einer anderen Stadt Deutschlands stattfinden wird. Da es jedoch ein großer Erfolg war und allen Teilnehmerinnen und Betreuern sehr viel Spaß gebracht hat, ist die Veranstaltung für nächstes Jahr schon wieder fest eingeplant.