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   19. Internationales Neujahrs-Open 2002 in Windheim

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Ein Turnier mit bleibenden Eindrücken
Persönlicher Bericht von Klaus Steffan

Nachdem ich mich entschlossen hatte, dieses Jahr mal das legendäre Windheim-Open zu besuchen, kamen mir doch einige Zweifel, ob wohl viele Schachfreunde an diesem Winter-Wochenende Windheim rechtzeitig erreichen werden. Aber dank des Winterstraßendienstes ging die Fahrt ab Pegnitz doch recht flüssig. Der aufmerksame Beifahrer  Michael Bierhahn hatte alle Straßen und Hindernisse schnell im Blick. Pünktlich 7.30 Uhr sammelten wir Eduard Schunk in Bayreuth auf und schon 8.45 Uhr kamen wir in Windheim an. Man muss sich das mal vorstellen, ein Bürgermeister stellt sich als Parkeinweiser zur Verfügung und koordiniert den Räumdienst in dieser Gemeinde. Die Anmeldegeschichten waren schnell erledigt, ein paar Blitzpartien taten gut zur Auflockerung. Viele alte Bekannte trafen sich, man tauschte sich aus und die Stimmung war trotz problematischer Anreise gut. Ich staunte nicht schlecht, der Veranstalter hatte sich mit 70 Digitaluhren bei Elektro-Conrad eingekauft. Das Spielmaterial war top. Als das Turnier begann, waren sage und schreibe 114 Schachverückte nach Windheim gepilgert. Der Bürgermeister Neubauer, der "Gute Ludwig", Landrat Marr als Schirmherr, Kreisspielleiter Carl, und die Familie Büttner begrüßten alle Teilnehmer auf das herzlichste. Schnell ging es zur Sache, die Turnierverwaltung klappte bestens, das Turnier kam ohne Probleme ins Rollen. Die Nürnberger um das "Hirn" Ossi, die Geraer Fraktion inklusive Familie Pähtz aus Erfurt als Verstärkung und die "Bindlacher Bären" besetzten von Anfang an die Spitzenbretter. Es machte richtig Spaß, den Stars beim Fight um Sekunden über die Schulter zu schauen. Das Spitzenbrett übrigens wurde mit einer Kamera auf eine Leinwand im Nebenzimmer transportiert. Die 9 Runden vergingen wie im Flug. Die letzte Runde war besonders spannend. Die ersten vier führenden der Tabelle spielten gegeneinander. Dalinger siegte gegen Oskar, Schunk spielte in einem Blitzkrimi remis gegen Seidens, wobei es da zu einem Streitfall kam, der aber schnell entschieden wurde. Somit gewann Dalinger nicht nur das Einzel, sondern trug wesentlich dazu bei, auch den Mannschaftstitel für den Zweitbundesligist zu holen. Ach ja, eine Jugendwertung gab es leider nicht. In diesem hochkarätig besetztem Feld errang der Jugendspieler Michael Bierhahn vom SC Pegnitz-Creussen als bester Jugendspieler 4,5  Punkte was Platz 63 bedeutete. Die Siegerehrung war fast ein Volksfest, tolle Preise, wie Fernseher, HiFi-Elektronik, überdimensionale Plüschtiere.. u.v.m. waren an die Platzierten zu vergeben. Aus Schachkreis Bayreuth-Sicht noch zu vermerken: Die Hollfelder um Spitzenspieler Georgijevski konnten dieses mal nicht so abräumen, belegten aber gute Mittelfeldplätze (40. 56. 68. 69.) Das Pegnitzer Rumpfteam kam auf die Ränge 42, 63,71. Die Mühlnikel-Truppe belegte die Plätze 1, 5, 10, 11, und 76.
Was auch nicht so oft passiert, dieses Turnier hatte viele Gäste aus den neuen Bundesländern, Oberfranken hat also auch was für die schachlichen Kontakte nach Ost-Germany getan. Mein persönliches Fazit, ein tolles Turnier was sicher zur 20. Auflage eine Rekordteilnehmerzahl verdient hat. Also bis zum nächsten Jahr, wenn es wieder heißt, auf gehts nach Windheim....!