20. Internationales Neujahrs-Open 2002 in Windheim
am Samstag, den 28. Dezember 2002

© by Klaus Steffan 15.12.2002 18:51 / Steffan`s Schachseiten


Aktuelle Teilnehmerliste  / Ausschreibung / Turnierseite / Vorbericht

Das Gespräch mit Turnierorganisatorin Frau Büttner führte der Referent für Öffentlichkeitsarbeit im BVO Jan Fischer

1.      Frage: Wie oft haben Sie schon das Windheim-Open organisiert ?

Angefangen hat meine Leidenschaft zum Neujahrs-Open vor ungefähr elf Jahren (ein halbes Jahr zuvor habe ich meinen Mann kennen gelernt und wenn ich mit ihm möglichst viel Zeit verbringen wollte, so war das auch immer mit Schach verbunden), damals habe ich angefangen mitzuhelfen am Turniertag, denn Arbeit gab es davor und am Tag selbst genug. Seit 1995 bin ich Kassier bei den Schachfreunden Windheim und von da an ist die Arbeit im Verein selbst und auch zum Neujahrs-Open immer mehr geworden. Seit ca. 3 Jahren versuche ich die Organisation des Turniers zu koordinieren, eine Anlaufstelle zu sein bei welcher die Informationen zusammenlaufen und weitergegeben werden und übernehme einen Großteil der Vorarbeiten zum Turnier (Bekanntmachungen in Zeitungen, Preise sammeln, Voranmeldungstelefon, etc). Seit Joe Trebes vor 4 Jahren die Idee zum Turnierheft fürs Neujahrs-Open hatte, war ich sofort dabei und irgendwie auch in meinem Element. Seitdem stelle ich das Heft zusammen und manage den Verkauf der Werbeseiten. Seit die Sachpreise auf unserem Dachboden gelagert werden (der Anblick ist immer wieder überwältigend !?!), stelle ich einen Preiskatalog zusammen, damit es den Schachspielern leichter fällt, sich bei der Siegerehrung zurechtzufinden.

2.      Frage: Was meinen Sie: Warum ist das Open so beliebt in Oberfranken und weit darüber hinaus ?

Unser Schnellschachturnier hat sich in den letzten Jahren zu einem bekannten Open gemausert und ist in unserer Region auch einmalig. Die Möglichkeit, das Hobby- und Vereinsspieler mit internationalen Titelträgen spielen können, gibt es wohl auch nicht so oft. Mittlerweile haben über 650 verschiedene Schachspieler den Weg nach Windheim gefunden – oft auch bei Schnee und Eis – und viele bekannte Gesichter begrüßen wir jedes Jahr aufs Neue. Mittlerweile ist es wie wenn sich kurz vor Jahresschluss eine große „Schachfamilie“ in Windheim trifft und es geht oft nicht so sehr um das Gewinnen, viele kommen auch, weil es einfach Spaß macht. Und für Überraschungen ist unser Open auch immer gut, gerade beim Schnellschach ist es ja möglich, das schnell ein Fehler passiert. So hat sich damals vor zehn Jahren sogar unser „VM“ Dieter Förtsch gegen hochrangige Titelträger durchgesetzt. Spannung pur bis zur letzten Runde und der Sieger steht erst nach der neunten Runde fest. Auch die Windheimer Gastfreundschaft begeistert viele der Schachspieler und jeder von Ihnen nimmt auch einen Sachpreis mit nach Hause.

3.      Wie schaffen Sie es, jedes Jahr hochkarätige Teilnehmer anzulocken ?

Wir schreiben das Turnier in vielen Schachzeitschriften aus, aber direkt gehen wir keine Titelträger beim Schach an, es sind jedes Jahr schon bei den Voranmeldungen die Fidemeister, IM´s und GM´s dabei, mal mehr, mal weniger. Oft bekommen wir auch Anfragen, ob gerade diese Titelträger Fahrgeld bekommen oder Startgeldfrei spielen dürfen, aber dass ist eines unserer Prinzipien, dass auch ein GM die gleichen Voraussetzungen hat und keine „Vergünstigungen“ bekommt und die Titelträger kommen trotzdem.

4.      Was erwarten Sie sich speziell vom Auftritt von Elisabeth Pähtz ? Wie kam diese Anmeldung zustande ?

Der Vater von Elisabeth Pähtz hat nun schon dreimal beim Neujahrs-Open mitgespielt und hat sich und seine Kinder zum diesjährigen Turnier angemeldet. Weiterhin bringen Sie noch den Freund von Elisabeth mit, IM Leif Ehrlend Johannessen aus Norwegen (siehe Europa-Rochade 12).

Der Auftritt einer amtierenden Weltmeisterin ist zu unserem Neujahrs-Open bisher einmalig, zwar waren schon etliche hochrangige Titelträger vertreten, aber eben eine Weltmeisterin noch nicht. Es ist bestimmt für alle Schachspieler interessant, mal einer 17-jährigen Weltmeisterin über die Schulter zu schauen. Ich denke auch, dass gerade der Reiz eventuell mal gegen eine Weltmeisterin spielen zu können, noch mehrere Schachspieler nach Windheim lockt.

5.      Mit wie viel Teilnehmern rechnen Sie ?

Ich bin dieses Jahr optimistisch und gehe einfach mal von einem vollen Haus aus, d.h. ich rechne einfach mal mit den 140 Teilnehmern, auf die wir unsere Räumlichkeiten einfach begrenzen mussten. Zwar waren 1990 schon mal 148 Teilnehmer am Start, aber da war unser Saal einschließlich dem Nebenzimmer vollkommen ausgelastet. Auch von meinem Optimismus ausgehend, bin ich gerade dabei, auch 140 Sachpreise zusammenzustellen, zusätzlich noch die Mannschaftspreise, damit auch wirklich jeder Teilnehmer wieder einen schönen Preis mit nach Hause nehmen kann.

6.      Wie kann man sich informieren und bis wann noch anmelden ?

Meine Telefonnummer steht auf allen Ausschreibungen und auch meine E-Mail-Adresse, also wer Fragen hat, kann mich jederzeit anrufen oder mir eine Mail schicken. Telefonische Versuche müssen aber öfter wiederholt werden, da meine drei Kinder oft meinen Terminkalender durcheinander wirbeln und ich viel unterwegs bin. Aber E-Mails werden schnellstens beantwortet.

Anmelden kann man sich in der Regel bis kurz vor dem Turnier, wobei gerade in diesem Jahr die Teilnehmerbegrenzung eventuell ins Gewicht fallen könnte und wir bei einem vollen Vorangemeldeten Teilnehmerfeld Raumprobleme bekommen werden, wenn viele nicht Vorangemeldete Schachspieler kommen. Also am besten kurz anrufen und eine Platz auf der Voranmeldungsliste sichern, dann kann nichts schief gehen.

7.      Was reizt eine Frau am Schach und an der Turnierorganisation ?

Da werde ich wohl ein kleines Geheimnis preisgeben müssen, denn Schachspielen kann ich eigentlich gar nicht, ich weiss lediglich, wie die Figuren ziehen, aber das ist schon alles.

Höchstwahrscheinlich wäre ich ein viel zu unruhiger „Geist“ und habe auch gar keine Geduld, mich in Ruhe an ein Schachbrett zu setzen. Ich bin eigentlich viel lieber Organisator, Koordinator und bringe die Sachen auf den Weg. Die Turnierorganisation macht mir einfach Spaß und warum nicht auch im Schachverein viel organisieren und in Gang bringen, wenn man es als Bankkauffrau gelernt hat und täglich im privaten Bereich als Mutter von drei Kindern und Hausfrau muss es ja auch funktionieren. Wenn dann diese Organisation auch noch Erfolge aufweist kann, dann macht es umso mehr Spaß.

Genauso gern arbeite ich auch am PC und das erleichtert die Sache schon um einiges.